Anders Unternehmen

Ein Blog von Malchus Kern

Schlagwort: nachhaltig (Seite 1 von 3)

Geschäftsidee 095: Grillkohle aus Mais

Grillkohle aus Mais – Der Umwelt zur Liebe!

Hinweis: Artikel enthält Provisions-Links. Diese sind mit “*” gekennzeichnet.

Umweltbewusst grillen? Geht das überhaupt? Na klar – Die BBQ „Maister“ aus der Landeshauptstadt Berlin produzieren saubere Grillkohle aus Maiskolben. Für die beiden Gründer Johannes Musiol und Valentin Schnoor stellt dies eine umweltfreundliche Alternative zur herkömmlichen Holzkohle* dar.

Die beiden haben es sich zum Ziel gemacht, das Grillerlebnis einfacher, sauberer und vor allem umweltfreundlicher zu gestalten. Hierfür haben die zwei leidenschaftlichen Grillliebhaber eine Grillkohle entwickelt, die zu hundert Prozent aus Mais besteht. Dabei verwendet das junge Startup allerdings nicht die kleinen gelben und fertig abgepackten Maiskörner, die wir in jedem Supermarkt zu Gesicht bekommen, sondern sogenannte Maisspindel. Das sind Maiskolben ohne Körner – Diese werden nach der Ernte recht häufig entsorgt. Die Gründer von Maister-BBQ sorgen durch ihre Idee daher nicht nur für ein umweltfreundliches Grillerlebnis, sondern bewahren die vermeintlich schlechten Maiskolben auch vor ihrer Endstation – dem Müllberg!

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Die coolsten Produkte der Intergastra 2018 in Bildern!

Die Messe Intergastra in Stuttgart ist der größte Branchentreffpunkt im deutschsprachigen Raum für die Hotellerie- & Gastronomiebranche. Hier geht es um Bettlaken, Putzmaschinen und Eistruhen. Aber auch um Currywurst-Maultaschen, schwarzes Eis und Baslikum-Limonade. Und natürlich Fertigpizza von Dr. Oetker, zweihundert verschiedene Vanilleeissorten und eine ganze Halle, in der es nur um Kaffee geht. Hier tummelt sich einfach alles, zwischen Premium-Feinkost Anbietern und dem Händler für Aufbackburger. Wir aber waren nur auf der Suche nach einem: den Perlen! Und wir haben sie gefunden! Individuell, innovativ, nachhaltig, feinköstlich, trendig und auch ein bisschen verrückt, so war die Intergastra 2018!

Individuell gestaltete Lebensmittel

Drucken mit dem Lebensmitteldrucker - innovativ und lecker

Mit dem 3D Lebensmitteldrucker lassen sich auch Brautpaare als Marzipanbüste verewigen.

Der 3-D Lebensmitteldrucker – ist für mich das Aushängeschild für Innovation. Wir sind zwar noch nicht in der Lage, Fleisch für den Massenmarkt zu drucken, dieser Drucker ist aber gleichzeitig schon weitaus mehr als mit der Pfannkuchendrucker Pancake Bot. Der Procusini arbeitet wir ein Spritzbeutel. Ein ziemlicher cooler, programmierbarer Spritzbeutel jedoch. Mit ihm lässt sich Schokolade, Pasta, Fruchtpüree, Fondant und Marzipan drucken. So lassen sich Firmenlogos in Schokolade, Brautpaare in Marzipan oder filigrane “Tellertattoos” individuell drucken. Doch die Macher machen noch mehr! In Experimenten versuchen sie sich auch an Kartoffelpüree, Teewurst oder Ziegenfrischkäse.  Neben einer einfachen Bedienung und Befüllung haben die Geräte mittlerweile auch eine Geschwindigkeit erreicht, die für den Einsatz in der Gastronomie interessant ist. Ob 50 Cassis-Tellerkreationen in 75 Minuten, Schoko-Gitarrenpralinés in einer Minute oder 3D Selfies in 7cm Höhe in 50 Minuten. Und auch finanziell wird der 3D Druck von Lebensmitteln rentabel. Eine Schokoladenfüllung, welche für bis zu 95 Pralinés reicht, kostet ca. 4€. Auf die Plätze, fertig, Druck!

Individuelle Geschäftsideen und Produkte auf der Intergastra 2018 in Stuttgart

365 Sorten Eis in der kleinsten Eismanufaktur der Welt, individuell bedruckte Kekse oder Shakes aus Kuchen vom Vortag – an Ideen mangelt es nicht.

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Geschäftsidee 077: Immobilien Plattform – Selbstversorger sucht Hof

Immobiliensvermittlungs-Facebook-Seite “Selbstversorger sucht Hof” / Selbstversorger Immobilien in Portugal via Pure Portugal Property

Ein alter Bauernhof in Alleinlage. Mit neben Nachbarn (einen Kilometer weiter), Platz für Kinder, Gäste und Tiere. Ein Ort, an dem man aus dem Hamsterrad aussteigen kann, an dem man nah am Rhythmus der Natur und spürt, wie sich das echte Leben anfühlt. Hier wird Gemüse fermentiert, Hühner gehalten, Tiny Houses gebaut, Solarpanels installiert und ab und an über die schlechte Internetverbindung geflucht. Und sich im nächsten Moment darüber gefreut, dass man an diesem Ort Nachts noch die Sterne sehen kann. Ein Ort, an dem sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen. Für viele ist ein solcher Ort eine Horrorvorstellung, fernab von Tanzsälen,  Spätis und anderen Menschen. Für andere ist diese Beschreibung eine Wunschvorstellung, ein lang gehegter Traum.  4.759 Selbstversorger suchen einen Hof – über Facebook. Innerhalb weniger Wochen hatte die Seite so viele Fans, obwohl nur in unregelmässigen Abständen Beiträge erscheinen. Das Thema “Selbstversorgung” boomt. Dabei geht es heutzutage nicht mehr darum, der Welt den Rücken zu kehren und als Aussteiger ohne fließend Strom und Wasser zu leben. Es geht vielmehr um das erleben der Jahreszeiten, ein sich spüren, innehalten und vor allem um eins: Zeit haben. Und diese Zeit wird dann dafür verwendet, die Dinge selber zu machen. Ob Shampoo oder Brennnessel-Burger.

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Geschäftsideen 072: Was 17 StartUps international mit Fruchtfleisch anstellen

Fruchtfleisch als Rohstoff ist vielseitig einsetzbar. Und Fruchtfleisch ist in enormen Mengen günstig verfügbar. Denn in Produktion und Handel fällt Fruchtfleisch oft als Rest an. Ob Orangenschalen in der Saftproduktion, Kaffeekirschen für Kaffeebohnen oder Jackfruits in Sri Lanka, die – wegen des schlechten Images – kaum einer essen möchte. Ist das Rohstoff oder Müll? Generell bin ich bin davon überzeugt, dass wir uns in Zukunft noch viel mehr mit unserem Müll beschäftigen werden. Denn Müll ist ein spannender und besonderer Rohstoff und so wie wir damit aktuell umgehen, kann es nicht weiter gehen. Als Verbraucher zahlen wir dafür, unseren Müll entsorgen zu lassen. Als Unternehmer können wir diesen Müll als hochwertiges Produkt neu verkaufen.

„Die Natur produziert seit Jahrmillionen völlig uneffizient, aber effektiv. Ein Kirschbaum bringt tausende Blüten und Früchte hervor, ohne die Umwelt zu belasten. Im Gegenteil: Sobald sie zu Boden fallen, werden sie zu Nährstoffen für Tiere, Pflanzen und Boden in der Umgebung.“

Michael Braungart: zitiert in Berliner Zeitung

17 Unternehmen, die Fruchtfleisch & Schalen zu spannenden Produkten verarbeiten

1.
Kaffeemehl – jedes Jahr landen allein Deutschland 20 Millionen Tonnen Kaffeesatz im Müll. Über die schier unendlichem Möglichkeiten, diesen Kaffeesatz als Grundlage für Produkte zu verwenden, haben wir bereits im Artikel “16 StartUps rund um das schwarze Gold: Kaffeesatz” geschrieben. Doch bereits bevor wir unseren Kaffee trinken gibt es Abfälle in der Produktion – und zwar nicht unerhebliche! Denn zunächst muss das Fruchtfleisch der Kaffeekirsche von den Kaffeebohnen entfernt werden. Und aus diesen Kaffeekirschen lassen sich – natürlich – Produkte erzeugen. So zum Beispiel Kaffeemehl. Dabei handelt es sich um getrocknetes und gemahlenes Fruchtfleisch von Kaffeekirschen. In den USA wird Kaffeemehl bereits als die glutenfreie Alternative zu Weizenmehl angepriesen. Und, wie zu erwarten, ist das ganze natürlich auch ein absolutes Superfood, denn Kaffeemehl enthält ganz viel Eisen, Kalium und Protein. Dafür ganz wenig Fett und weniger Koffein als Kaffee. Yes! Besonders eignet sich das Mehl zum backen von Desserts. Der Geschmack ist süßlich-fruchtig und harmoniert besonders gut mit Schokokuchen. Das beste an der Geschichte: das Kaffeemehl der CF Global Holdings, Inc.  gibt’s bisher in Deutschland nicht zu kaufen. Die Chance, eine Geschäftsidee umzusetzen, die es in Deutschland noch nicht gibt. Doch ganz einfach ist das nicht – denn die EU hat den Verkauf von Kaffeekirschen vorerst gestoppt. Das bringt auch unsere nächsten StartUps in die Schwierigkeiten…

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Geschäftsidee 070: Mehrweggeschirr aus Bambus

Designer-Geschirr aus nachhaltigen Rohstoffen von 8pandas

8pandas wurde gegründet, um dem Bedürfnis in unserer Gesellschaft und dem Wunsch vieler Rechnung zu tragen: die Umwelt zu schützen für eine bessere Zukunft. So schreibt 8pandas über sich selber. Wie funktioniert das genau? Grundstoff des haltbaren und zugleich kompostierbaren Geschirrs ist Bambus, auch Hauptnahrungsquelle des schwarzäugigen Pandabärs. Aber keine Angst, der wird davon noch genug futtern können. Denn Bambus wächst nicht in einem (gemütlichen) Panda-, sondern in (flottem) Affentempo.

Beispiel gefällig? Das außergewöhnliche Halmwachstum der Sorte “Guadua angustifolia” von bis zu 21 cm am Tag, Durchmessern von bis zu 22 cm und sein Längenwachstum bis zu 30 Metern in 6 Monaten brauchen allerdings eine Reifezeit von 4 oder 5 Jahren bis zur vollständigen Verholzung und Verhärtung. (Quelle: Bambus-Lexikon)

Bambus bildet über die Jahre ein Netzwerk aus Wurzeln, aus dem neue Halme entstehen, die innerhalb eines Jahres ihre volle Größe von 30 bis 40 Metern erreichen. Nach weiteren zwei Jahren des Aushärtens werden bei der Ernte nur ca. 25% der Halme geschlagen. Der Bambus muss also nicht, wie es bei Bäumen der Fall ist, mit Wurzel entfernt werden, sondern erholt sich aus eigener Kraft und die Plantagen können sehr ertragreich bewirtschaftet werden. (Quelle: Smooth Panda & NL Agency)

Der Anbau braucht kaum Düngemittel, Pestizide oder Bewässerung, da die Pflanzen äußerst widerstandsfähig sind und auch Trockenperioden aushalten.

Ein nachhaltiges, nachwachsendes und vielseitiges Material. Neben Designer-Geschirr findet die Pflanze eine große Verwendung. Als Lebensmittel können die jungen Schösslinge gegessen werden, aus dem Korn des Bambus wird Tee hergestellt und Bambuspulver wird Nahrungsergänzungsmitteln zugesetzt. Als Baustoff ist Bambus leicht verfügbar und zugleich hochwertig. Für Baugerüste, im Gartenbau, in Bambus Fahrrädern oder ganze Gebäude*. Ob als Bambus-Sandwichplatte, Bambus-Parkett oder Bambus-Zaun.  Weiter findet Bambus Verwendung in Musikinstrumenten, Haushaltswaren, Textilien oder Zahnbürsten*.

Wie kommt der Bambus nun als Geschirr in die Spülmaschine (denn 8pandas ist Spülmaschinenfest!)? Er wird zu einem feinen Pulver vermahlen und anschließend erhitzt in die designte Form gebracht.

Der Red Dot Design Award 2014 verhilft dem nachhaltigen Geschirr dazu, aus der Öko-Ecke rauszukommen. Heute kann sich jeder Espressotassen-Sets*, Teegeschirr*, Kindergeschirr* oder Frühstücksschüsseln* aus Bambus gönnen!

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Geschäftsidee 067: Essbare Trinkhalme

Essbare Trinkhalme von wisefood unter der Marke eatapple

Egal ob unsere Kleinkinder ihre Milch oder wir unseren Cocktail schlürfen, alles hat mehr Stil mit einem coolen Strohhalm! Nachhaltig ist das nicht. Doch so langsam tut sich was. Neben der für die Gastronomie wenig praktikable Varianten (aber ziemlich stylischen!) der wiederverwandbaren Trinkhalme aus Kupfer*, Edelstahl*, Glas* oder Bambus* gibt es mittlerweile einige Unternehmen, die sich einer Alternative annehmen. Für den einmaligen Gebrauch gibt es Trinkhalme aus Stroh (das Original!), Papier oder Bioplastik. Seit Kurzem gibt es noch eine weitere Möglichkeit. Wisefood stellt unter der Marke eatapple essbare Trinkhalme aus Trester her. Trester sind feste Bestandteile aus der Saftproduktion. Zur Zeit werden Apfelmark und Apfelschalen verwendet, weitere Sorten wie Zitrone und Erdbeere sind schon ausgetüftelt und in der Pipeline für die zukünftige Produktion. Diese Reste werden dann in einem speziellen Verfahren in Rohrform gepresst. Konnte das StartUps zunächst wenige Halme am Tag fertigen, hat sich nun ein Partner gefunden, der täglich mehrere zehntausend Halme fertigen kann. Die große Frage ist nun, wie konkurrenzfähig diese Produkte sind. Plastiktrinkhalme kann die Gastronomie für unter 50€ für 10.000 Stück bestellen. Biologisch abbaubare Trinkhalme werden wohl weiterhin einen Nischenmarkt bedienen, sind aber dennoch zu beachten!

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