Anders Unternehmen

Ein Blog von Malchus Kern

Geschäftsidee 071: Weltweiter Vergleich – Food Prices in Amsterdam

Datenbank über Lebensmittelpreise weltweit von Numbeo

2009 gegründet, ist Numbeo schnell gewachsen. Die Web App ist die weltweit größte Datenbank von Nutzer-generierten Daten über Städte und Länder weltweit mit einem besonderen Fokus auf die Lebenskosten. Ob man eine größere Reise planen möchte, einen Auslandsaufenthalt oder ein Auslandssemester im Studium, hier lässt sich herausfinden, was eine Wohnung kostet, eine Cola oder eine Busfahrt. Ab dem Jahr 2011 wurde die Plattform noch weiter entwickelt. Heute finden sich dort auch Angaben zur Kriminalitätsrate, Umweltverschmutzung, Gesundheitskosten und Verkehr. Trotz der Tatsache, dass die Daten user-generated sind und nicht weiter geprüft werden, verwenden zahlreiche Tageszeitungen und Magazine Numbeo als Quellen für Informationen. Laut dem Alexa Ranking ist Numbeo.com unter den 10.000 meistbesuchten Webseiten weltweit – was enorme Möglichkeiten zur Monetarisierung bietet. Big Data ist nicht nur ein interessantes Geschäftsfeld für Konzerne. Auch kleine Unternehmen können spannende Fakten zu Nischen sammeln und diese der Gemeinheit zur Verfügung stellen. Sobald die erste Testphase durchlaufen ist kann man abschätzen, ob Interesse besteht. Und wo Interesse besteht, lässt sich eine Webseite auch monetarisieren! Mir fallen da Dinge ein wie “Was kostet ein Bier in …” oder “Bier Konsum pro Kopf”. Werbung gibt’s dann für… Biergläser – wer will schon für Alkohol werben! Apropros, jedes Bier braucht natürlich sein eigenes Glas. Kölsch*, Weizen* (mit Gravur)* oder für ein feines Guinness*. Wohl bekomm’s!

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Geschäftsidee 070: Mehrweggeschirr aus Bambus

Designer-Geschirr aus nachhaltigen Rohstoffen von 8pandas

8pandas wurde gegründet, um dem Bedürfnis in unserer Gesellschaft und dem Wunsch vieler Rechnung zu tragen: die Umwelt zu schützen für eine bessere Zukunft. So schreibt 8pandas über sich selber. Wie funktioniert das genau? Grundstoff des haltbaren und zugleich kompostierbaren Geschirrs ist Bambus, auch Hauptnahrungsquelle des schwarzäugigen Pandabärs. Aber keine Angst, der wird davon noch genug futtern können. Denn Bambus wächst nicht in einem (gemütlichen) Panda-, sondern in (flotten) Affentempo.

Beispiel gefällig? Das außergewöhnliche Halmwachstum der Sorte “Guadua angustifolia” von bis zu 21 cm am Tag, Durchmessern von bis zu 22 cm und sein Längenwachstum bis zu 30 Metern in 6 Monaten brauchen allerdings eine Reifezeit von 4 oder 5 Jahren bis zur vollständigen Verholzung und Verhärtung. (Quelle: Bambus-Lexikon)

Bambus bildet über die Jahre ein Netzwerk aus Wurzeln, aus dem neue Halme entstehen, die innerhalb eines Jahres ihre volle Größe von 30 bis 40 Metern erreichen. Nach weiteren zwei Jahren des Aushärtens werden bei der Ernte nur ca. 25% der Halme geschlagen. Der Bambus muss also nicht, wie es bei Bäumen der Fall ist, mit Wurzel entfernt werden, sondern erholt sich aus eigener Kraft und die Plantagen können sehr ertragreich bewirtschaftet werden. (Quelle: Smooth Panda & NL Agency)

Der Anbau braucht kaum Düngemittel, Pestizide oder Bewässerung, da die Pflanzen äußerst widerstandsfähig sind und auch Trockenperioden aushalten.

Ein nachhaltiges, nachwachsendes und vielseitiges Material. Neben Designer-Geschirr findet die Pflanze eine große Verwendung. Als Lebensmittel können die jungen Schösslinge gegessen werden, aus dem Korn des Bambus wird Tee hergestellt und Bambuspulver wird Nahrungsergänzungsmitteln zugesetzt. Als Baustoff ist Bambus leicht verfügbar und zugleich hochwertig. Für Baugerüste, im Gartenbau, in Bambus Fahrrädern oder ganze Gebäude*. Ob als Bambus-Sandwichplatte, Bambus-Parkett oder Bambus-Zaun.  Weiter findet Bambus Verwendung in Musikinstrumenten, Haushaltswaren, Textilien oder Zahnbürsten*.

Wie kommt der Bambus nun als Geschirr in die Spülmaschine (denn 8pandas ist Spülmaschinenfest!)? Er wird zu einem feinen Pulver vermahlen und anschließend erhitzt in die designte Form gebracht.

Der Red Dot Design Award 2014 verhilft dem nachhaltigen Geschirr dazu, aus der Öko-Ecke rauszukommen. Heute kann sich jeder Espressotassen-Sets*, Teegeschirr*, Kindergeschirr* oder Frühstücksschüsseln* aus Bambus gönnen!

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Geschäftsidee 069: Lebensmittel-Überraschungsboxen aus Japan

Konichiwa und Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von Japan is(s)t verrückt!

Heute mit Süßigkeiten-Überraschungs-Aboboxen* aus Japan

Als Land der absonderlichen Süßigkeiten und Lebensmittel hat Japan viel zu bieten. Für diejenigen, die passend zu ihrem Cosplay Kostüm noch Snacks und Süßes importieren wollen, gibt es mittlerweile mehrere Anbieter. Denn ohne Frage, Deutschland ist Export-Weltmeister und diese Ungerechtigkeit müssen wir ausgleichen. Also lasst uns ab sofort monatlich unseren Bedarf an KitKat mit Matcha-Tee-Geschmack*, KitKat mit Wasabi* oder geröstetem Tee* decken, indem wir uns diese Süßigkeiten per Abobox aus dem Land der aufgehenden Sonne zuschicken lassen! Wie so etwas schmeckt, erklärt Yoko Chan im Blog Lost in Japan. Doch damit natürlich noch nicht genug, den Japan bietet noch viel mehr für hungrige Mäuler! Es gibt Matcha-Pralinen*, Klebreiskuchen mit roten Bohnen* und das obligatorische Süßigkeiten-Sushi zum selber machen*.

Aboboxen als Geschäftsidee

Snackboxen sind enorm beliebt und eignen sich sehr gut zur Monetarisierung, wie die MyCouchbox gezeigt hat. Denn Lebensmittel werden schnell verbraucht. Ich frage mich, wieso kaum ein Hersteller oder größerer Retailer von dieser Möglichkeit gebraucht macht. Wichtig ist, das Wachstum nicht zu stark zu forcieren und das Geschäft als Zusatz anzusehen…

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Geschäftsidee 068: Ready-to-eat low carb Blumenkohlreis

Blumenkohlreis von Fullgreen

Kalorien sind böse, das weiß doch jedes Kind. Wer sich gesund ernähren will, sollte daher auf Reis verzichten, da 100 Gramm Reis je nach Sorte bis zu 420 Kalorien enthält. Wer das nicht möchte, für den gibt es bei einer Googlesuche dutzende Tipps wie man Reiskalorien halbieren kann. Reis aufwärmen, weniger Reis essen, … Wer keine Lust auf solche Schnapsideen hat, für den hat das Londoner Unternehmen Fullgreen eine Alternative geschaffen. Der Reis ist zwar kein “echter” Reis, hat aber – dank des geringen Eigengeschmacks von Reis – durchaus eine Ähnlichkeit und enthält ca. 75% weniger Kalorien. Fullgreen stellt seinen Reis aus Blumenkohl her. Das kann man zwar vergleichweise unkompliziert auch selber machen (wäre auch gesünder), eine Fertigpackung spart jedoch einiges an Zeit. Und irgendwie sind wir doch auch alle etwas faul.  Laut Fullgreen schmeckt der abgepackte Blumenkohlreis (Cauli Rice) aufgrund des patentierten Verfahrens auch weniger stark nach Blumenkohl. Aufgrund der starken Nachfrage gibt es mittlerweile auch einen weiteren Gemüsereis aus Süßkartoffeln. Nach dem Launch der Produktlinie in den USA sollen weitere Sorten folgen. In Deutschland ist der fertige Blumenkohlreis noch schwierig zu finden, bisher gibt es nur die Sorten Original*, Mediterranean* und Indian Pilau* zu kaufen.

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Geschäftsidee 067: Essbare Trinkhalme

Essbare Trinkhalme von wisefood unter der Marke eatapple

Egal ob unsere Kleinkinder ihre Milch oder wir unseren Cocktail schlürfen, alles hat mehr Stil mit einem coolen Strohhalm! Nachhaltig ist das nicht. Doch so langsam tut sich was. Neben der für die Gastronomie wenig praktikablen Varianten (aber ziemlich stylischen!) der wiederverwandbaren Trinkhalme aus Kupfer*, Edelstahl*, Glas* oder Bambus* gibt es mittlerweile einige Unternehmen, die sich einer Alternative annehmen. Für den einmaligen Gebrauch gibt es Trinkhalme aus Stroh (das Original!), Papier oder Bioplastik. Seit Kurzem gibt es noch eine weitere Möglichkeit. Wisefood stellt unter der Marke eatapple essbare Trinkhalme aus Trester her. Trester sind feste Bestandteile aus der Saftproduktion. Zur Zeit werden Apfelmark und Apfelschalen verwendet, weitere Sorten wie Zitrone und Erdbeere sind schon ausgetüftelt und in der Pipeline für die zukünftige Produktion. Diese Reste werden dann in einem speziellen Verfahren in Rohrform gepresst. Konnte das StartUps zunächst wenige Halme am Tag fertigen, hat sich nun ein Partner gefunden, der täglich mehrere zehntausend Halme fertigen kann. Die große Frage ist nun, wie konkurrenzfähig diese Produkte sind. Plastiktrinkhalme kann die Gastronomie für unter 50€ für 10.000 Stück bestellen. Biologisch abbaubare Trinkhalme werden wohl weiterhin einen Nischenmarkt bedienen, sind aber dennoch zu beachten!

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Geschäftsideen 066: 16 StartUps rund um das schwarze Gold – Kaffeesatz

Kaffee macht müde Menschen wach! Was übrig bleibt, sind riesige Mengen an Kaffeesatz (coffee grounds). Manch einen machen diese Mengen kreativ. Manch einen auch reich. Hier kommen 16 Geschäftsideen rund um das, was vom schwarzen Gold übrig bleibt – der Kaffeesatz:

1.
Kaffeetassen – Wenn Bekannte mich nach einer Nische fragen, dann sage ich immer zuerst: Müll. Denn wir haben ein riesiges Problem. Was werden wir mit all dem Abfall, den unsere alten Smartphones, Plastiktüten & Kaffeekapseln verursachen, nur machen? Um das “Problem” des kalten Kaffees kümmern sich mittlerweile einige Unternehmen. So auch der Produktdesigner Julian Lechner aus Berlin. Er verarbeitet den Stoff zu neuen, haltbaren Produkten. kaffeeForm formt aus recyceltem Kaffeeabfall und nachwachsenden Rohstoffen Espresso- und Capuccinotassen. Diese werden stilvoll in einem Kaffeebeutel ausgeliefert. Neu im Angebot sind auch die Coffee to go “Weducer” Becher. Ziemlich cool finden wir (weswegen wir schon vor längerem darüber berichtet haben)!

Kaffeebecher aus recyceltem Kaffeesatz

Bild Quelle: Kaffeeform

2.
Bio-Kraftstoffe – eine Großstadt wie London ist für ein Unternehmen wie Bio-Bean geradezu prädestiniert. Hier gibt es einen unglaublichen Verkehr und einen genauso unglaublichen Verbrauch an Kaffee. Das bedeutet viel Kaffeesatz. Dieser wird bei Cafés, Restaurants und anderen Großverbrauchern abgeholt, die sich damit Entsorgungsgebühren sparen. Anschließend werden diese Abfälle von Bio-Bean zu Pellets und größeren, brennbaren Scheiten verarbeitet. So macht der Kaffee morgens müde Menschen munter und hält sie nachts warm. Über weitere, große Pläne, den Abfall auch zu Bio-Kraftstoff zu verarbeiten, hat “Die Welt” bereits 2014 berichtet. Dann bewegt das Koffein nicht nur unsere müden Köpfe, sondern auch Londons Busse und Taxen.

Alles alter Kaffee, dieser Biokraftstoff

© bio-bean limited

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