Anders Unternehmen

Ein Blog von Malchus Kern

Schlagwort: Biologisch (Seite 1 von 5)

34 Geschäftsideen aus Landwirtschaft, Obstbau & Gemüsegärtnereien

Was Landwirte, Gemüsegärtner und Food StartUps verbindet und wo sie voneinander lernen können – in 32 Geschäftsideen rund um Landwirtschaft, Obstbau und Gemüsegärtnereien. Von Äpfeln mit individuellem Motiv über geteilte Kühe und der Low Budget Obstsammelmaschine!

Hinweis: Artikel enthält Provisions-Links. Diese sind mit “*” gekennzeichnet.

7 pfiffige Marketing-Ideen

1. Cowfunding – geteilte Kühe

Crowdfunding, Crowdinvest, Crowdlending – die Sharing Economy verändert (manchmal) gesamte Branchen. Die StartUps mit Namen wie KaufNeKuh, Besserfleisch oder MeineKleineFarm werden wohl kaum das neue AirBnB oder Uber, sie versuchen aber, die Handelskette radikal zu kürzen. Unter den Schlagwörtern Cowfunding, Cow-Sharing oder Crowdbutchering verkaufen sie Fleisch über das Internet. Aber nicht irgendwie und auch nicht irgendein Fleisch. Beim Cowfunding wird immer nur dann geschlachtet, wenn sich genug Kunden gefunden haben. Das Fleisch eines Tieres wird dann durch 15-40 Kunden geteilt, möglichst fair natürlich. Dabei fungieren die Plattformen als Vermittler zwischen Landwirten, Metzgern und Konsumenten. Für den Kunden hat das den Vorteil, dass er transparent nachvollziehen kann, wo und wie das Tier, dessen Fleisch er bekommt, aufgewachsen ist. Für den Landwirt nimmt die Plattform das Marketing ab, denn für viele ist der Betrieb einer eigenen Webseite oder gar eines Webshops viel zu aufwändig. Das Modell hat sich innerhalb kurzer Zeit als so erfolgreich dargestellt, dass weitere Angebote entstehen, für Schweine, Gänse, Schafe, Bio-Rinder oder besondere Rinderrassen.

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Geschäftsidee 088: Weiterbildung zum Naturkost-Fachberater

Kunden im Bioladen brauchen eine andere Beratung als solche, die ihre Nudeln bei Aldi kaufen. Doch woher bekommen Verkäufer ihr Wissen? Allein durch die Arbeit im Bioladen ist es schwer. Denn die Bandbreite an wichtigen Themen ist weit gefächert. Eine Möglichkeit ist die Weiterbildung zum Naturkost-Fachberater.

Fachberater im Naturkosthandel sollten nicht nur eine grundsätzliche Warenkunde zu den verschiedenen Lebensmitteln aus den Bereichen von Obst, Gemüse, Trocken-, Kühl- oder Tiefkühlwaren haben. Woher kommen Jackfruits? Was ist Khorasan-Weizen? Was ist das besondere an Vorzugsmilch? Und ist was ist jetzt besser: Hackfleisch aus der Tiefkühltruhe oder aus dem Frischeregal?

Darüber hinaus ist es wichtig, die Unterschiede zwischen konventioneller und Naturkosmetik zu kennen und mit den üblichen Ernährungsrichtungen wie Raw, Paleo, Vegan oder Vollwert vertraut zu sein. Doch damit nicht genug! Natürlich muss man auch ein fundiertes Wissen im Bereich der ökologischen Landwirtschaft zu haben. Wofür steht das DEMETER Siegel? Werden auch bei Bio Küken geschreddert? Und worin besteht der Unterschied zwischen Bio-Eiern von Aldi und solchen im Fachhandel?

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Geschäftsidee 086: Bio-veganer Anbau von Obst und Gemüse

Vegane Äpfel – so was gibt’s nicht! Nein, das stimmt. Aber schon fast!

Der Anbau von Obst und Gemüse ist auch ohne tierischen Dünger möglich ist. Das zeigt der Anfang 2017 gegründete Verband “BIO.VEG.AN.” für bio-veganen Anbau.

Bio-vegane Äpfel, Orangen und Kürbisse

Vegane Äpfel, Orangen oder Kürbisse? Das gibt es nicht! Natürlich haben auch “normale”, biologisch angebaute Früchte keine tierischen Bestandteile. Und doch wird es bald Äpfel, Orangen, Kürbisse und weitere Obst und Gemüsesorten “vegan” in deutschen Supermärkten zu kaufen geben. Der Grund: der Anfang 2017 gegründete Anbauverband “BIO.VEG.AN.” zertifiziert Betriebe, die sich verpflichten, keinen tierischen Dünger zu verwenden. Denn auch dafür müssen Tiere leiden. Was auf den ersten Blick wie ein Marketing-Gag klingt, macht durchaus Sinn. Denn die derzeitige Produktion und der Konsum von Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs hat gravierende negative Effekten. Ob für Umwelt (Verunreinigung von Gewässern), Klima (Treibhausgasemissionen), Gesundheit (Fleischkonsum erhöht Risiko von Herzinfarkten) oder soziale Gerechtigkeit (Billigfleisch zerstört Lebensgrundlagen in Afrika).

Es gibt nicht nur vegane Äpfel - auch Kürbisse

Gleich zwei mal innovativ: die Kürbisschorle von Georg Thalhammer. Aus bio-veganem Anbau (in Kürze) und ein spannendes Getränk!

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Geschäftsideen Quartett 01 – vier snackige Produkte + Sourcing Tipps

In der Reihe “Geschäftsideen Quartett” stellen wir dir in Zukunft je vier spannende Produkte oder Unternehmen in einem Themenkomplex vor. Dabei legen wir den Fokus auf Produkte und Geschäftsideen, die es in Deutschland noch nicht gibt – zumindest noch nicht, denn jetzt kommst ja du in’s Spiel! Und damit könnte sich das ganze bald ändern 😉 Dafür geben wir dir direkt Tipps an die Hand, wo du das Produkt beziehen kannst und wie andere Unternehmen ähnliche Produkte in Deutschland erfolgreich gemacht haben.

In unserem ersten Beitrag geht um eines unserer Lieblingsthemen: Snacks. Manchmal muss man etwas um die Ecke denken, kreativer werden und eben mal nicht dem Trend folgen. Denn der könnte morgen auch schon wieder vorbei sein. Viel sinnvoller ist es, den dahinter liegenden Trend aufzugreifen und diesen mit anderen länger anhaltenden Trends zu kombinieren.

Gesunde Lebensmittel aus biologischem Anbau sind nicht erst seit gestern Trend. Die Ideen von damals fußten auf kurzen Handelswegen, unverpackten Lebensmitteln und möglichst wenig Verarbeitung. Seitdem hat sich vieles geändert. Wie viele der Nudeln im Bioladen sind heute noch Vollkorn? Wie viele Lebensmittel unverpackt? Die bestehenden Marken bekommen von vielen Seiten Konkurrenz und müssen plötzlich auch im konventionellen Einzelhandel bestehen. Daher haben viele Hersteller in den letzten Jahren ihr Auftreten modernisiert und ihr Angebot angepasst. Früher war bio gleichgesetzt mit Vollwert. Also viel Vollkornbrot, rohe Karotten und Frischkornbrei. Heute ist bio sexy und modern. Chia-Dessert in der Convenience Packung, Einhorn-Tee und Kurkuma-Latte. Eine gelungene Kombination aus beidem zeigt unser erstes heutiges Unternehmen:

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Geschäftsidee 081: Kala Namak – Salz mit dem Aroma gekochter Eier

Tofu als Rührei, das geht durchaus – mit Kala Namak Salz*. Einem Salz, welches nach Schwefel und somit nach gekochten Eiern schmeckt.

Die meisten Veganer verzichten nicht auf tierisches, weil ihnen das pflanzliche so viel besser schmeckt. Sie möchten schlicht nicht, dass Tiere für ihren Genuss leiden müssen. Auch ein wichtiger Punkt ist für viele, dass unser hoher Fleischkonsum massive Folgen weltweit hat. Der Regenwald in Südamerika wird abgeholzt, damit dort riesige Sojafelder entstehen können. So groß, dass die Unkrautvernichtungsmittel per Flugzeug gespritzt werden. Doch es kommt noch schlimmer. Damit wir unsere Schweinesteaks aus Deutschland genießen können – von Tieren, die kein Tageslicht sehen – müssen diese Tiere ordentlich gemästet werden. Mit dem Soja aus Südamerika. Dabei wird ordentlich Energie verbrannt, nicht nur beim Transport der Ware nach Europa:

Es lässt sich kaum korrekt angeben, wie viel Getreide und anderes Kraftfutter wie Soja für ein Kilogramm Rindfleisch weltweit durchschnittlich aufgewendet wird. Ältere Veröffentlichungen gehen für Industrieländer von 2,6 Kilogramm Getreide aus. Die Angaben in der Literatur zum durchschnittlichen Futtermittelverbrauch variieren stark. Sie hängen von vielen Faktoren ab wie etwa Alter, Rasse, Fütterungsart und Standort. Für Deutschland gibt es Angaben, dass zur Erzeugung von einem Kilogramm Rindfleisch 1,7 Kilogramm Kraftfutter erforderlich sind. Dazu werden vor allem Getreide wie Weizen, Mais und Gerste sowie Ölsaaten wie Soja eingesetzt.” (Quelle: Albert Schweitzer Stiftung)

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Kakao mit Koffein und 21 weitere Wachmacher ohne Kaffee + Rezept

22 Wachmacher-Alternativen zu Kaffee & Energy Drinks

Einen heißen Kaffee am Morgen, das war noch nie was für mich. Probiert habe ich natürlich, aber dieser angebrannte Röstgeschmack, das ist einfach nicht mein Ding. Viel lieber schreibe ich darüber, was man mit kaltem Kaffee so alles anstellen kann. Doch auch ich muss regelmässig früh raus. Die Müdigkeit bleibt. Daher habe ich mich vor einiger Zeit auf die Suche nach Wachmachern ohne Kaffee gemacht. Als erstes bin ich auf Koawach gestoßen, ein Unternehmen, welches Trinkschokolade mit Guaranapulver versetzt. Guarana ist eine Kletterpflanze aus Südamerika, deren getrocknete Samen natürlicherweise Koffein enthalten. Kakao mit Koffein, sozusagen. Doch ganz zufrieden war ich mit der Wirkung nicht, daher ging die Suche weiter. Es kamen Afri Cola, Cola Rebell Bonbons, Guarana selber kaufen und viele spannende Entdeckungen, die ich beiweitem nicht alle probiert habe. Hier die Ergebnisse:

1.
Kakao mit Koffein aus Guarana und ein Rezept zum selber machen – auf koawach stösst man mittlerweile fast überall. Die fair gehandelte Trinkschokolade mit Koffein gibt es auch im Einzelhandel bei Edeka und Kaufland. Der Klassiker* enthält 47% Kakao, 10% Guarana und ca. 43% Zucker. Das Pulver wird mit heißer Milch angerührt und voila, fertig ist das wohlschmeckende Wachmacher-Getränk. Wirkung hat es bei mir nicht viel gezeigt, vielleicht braucht es dazu mehr Guarana. Allerdings sollte man aufpassen und die Tages-Höchstmenge nicht überschreiten, denn eine Überdosis Koffein ist nicht gesund. koawach hat mittlerweile einige Sorten auf dem Markt, so auch koawach pur* (enthält keinen Zucker), koawach Vanille mit Kokosblütenzucker*, koawach zimt + kardamom*, koawach Pfefferminz*, koawach mit fruchtiger Orange* und koawach chili (aktuell nur über den koawach Online-Shop erhältlich). Bei so viel wachen Gemütern schläft auch die Konkurrenz nicht und hat eigene Kakaogetränke mit Koffein auf den Markt gebracht. Manche haben eine hübschere Verpackung*, andere süßen mit Honig*, der nächste macht es einfach nur nach* und noch einer mischt noch den Trend-Tee Matcha hinzu*. Was bleibt? Der Preis! Denn der bewegt sich zwischen 50-100 € pro Kilogramm. Das geht auch günstiger! Die Devise heißt: selber machen. Dazu braucht es Kakaopulver* (bitte fair gehandelt, denn wir wissen, dass in vielen Plantagen Kinderarbeit an der Tagesordnung steht), Zucker oder Kokosblütenzucker* und Guaranapulver*. In der Endmischung sollte ca. 10% Guaranapulver enthalten sein, die Mischung zwischen Kakaopulver und Zucker ist Geschmackssache. Wer alle Zutaten in höchster Qualität (Bio, Fairtrade, Kokosblütenzucker anstatt Rohrzucker) kauft und selber mischt, der landet bei einem Kilopreis von ca. 20 €. Wer selber mischt, der spart also mindestens die Hälfte.

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